Weihnachtsmarkt in Berlin: 12 Tote und 48 Verletzte

Vor ein paar Stunden gab es in Berlin an einem Weihnachtsmarkt einen vermeintlichen Unfall.
Vermeintlich daher, weil in den Medien schon wieder erste Spekulationen umhergeistern die einen Terroranschlag als Ursache sehen.
Dass es in Berlin einen Terroranschlag gegeben hat ist zwar möglich, dennoch gibt es zurzeit noch keine Beweise dafür.

Ergänzung: Inzwischen gehen die deutschen Medien immer einstimmiger von einem Terroranschlag aus.

Fakt ist:
Am Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin ist am Montagabend ein LKW in eine Menschenmenge vor der Gedächtniskirche gefahren. Dabei gab es nach Medienangaben bisher 12 Tote und etwa 48 Verletzte. (Stand 20.12.2016, 14:30)

Informationen in einem Liveticker von der Berliner Zeitung erhält man HIER.

Während dieser Beitrag hier geschrieben wird, geht unter anderem das Nachrichtenportal von T-Online bereits von einem Anschlag aus.

Auffällig:
Laut T-Online haben die USA zu diesem Geschehen bereits Stellung bezogen. In Deutschland versucht man sich der Ereignisse noch bewusst zu werden und geht langsam von einem Terroranschlag aus.
Die USA gehen aus Tausenden Kilometern Entfernung auch von einem Terroranschlag aus und verkünden, wie im T-Online Beitrag beschrieben ist:

„Auch die USA haben den tödlichen Zwischenfall scharf verurteilt. Eine Mitteilung des Nationalen Sicherheitsrates spricht davon, es habe sich vermutlich um einen terroristischen Anschlag gehandelt. Man habe der deutschen Regierung Unterstützung angeboten.“

(Quelle: www.t-online.de)

 

Für uns ist es nicht wichtig, ob es in Berlin einen Terroranschlag gegeben hat oder nicht, wenn es um die Menschenleben geht. Denn die 9 Toten werden nicht wieder lebendig indem man in ganz Europa nun Angst und Schrecken vor dem Terror verbreitet.

Wir bedauern den Tod dieser unschuldigen Menschen und verurteilen den oder die Täter, sofern es sich nicht um einen unbeabsichtigten Unfall handelt, zutiefst.

Der Chefredakteur der Berliner Zeitung bringt es für uns genau auf den Punkt:

„Und wenn es ein Anschlag war? Wenn einer der unschuldigsten Orte einer Großstadt, ein Weihnachtsmarkt, doch zu einem Ziel von Gewalt wurde. Dann werden wir in uns gehen müssen, wie wir als Gesellschaft dem entgegentreten wollen. Mit Hass? Mit Vergeltung? Dann aber wären wir dort, wo uns die Feinde unserer Freiheit haben wollen.“

(Quelle: www.berliner-zeitung.de)

 

Das trifft für uns genau den Punkt. Weihnachten ist das Fest der Liebe, daher sollten unsere Gedanken nur dem Mitgefühl für die toten Menschen und dem Verständnis für den Schmerz der Angehörigen und Familien gehören.

Und falls es doch definitive Beweise dafür geben wird, dass es am Weihnachtsmarkt in Berlin einen Anschlag und keinen Unfall gegeben hat, dann darf die Deutsche Politik nicht das Seelenheil in der militärischen Vergeltung suchen. Denn das ist ein Teufelskreis, weil Gewalt immer Gegengewalt erzeugt und so in einer Spirale des Mordens endet

Sollte ein Anschlag Berlin in Angst und Schrecken versetzt, sowie einigen Menschen ihre Liebsten kurz vor Weihnachten genommen haben, dann sollten wir uns darauf besinnen, dass den Menschen in den Kriegsgebieten im Nahen Osten (allen voran Syrien) seit Jahren ihre geliebten Freunde und Familienmitglieder genommen werden.

Anstatt einen feigen Anschlag einiger verquerter Terroristen mit dem Mord an Zivilisten zu rächen, sollte Deutschland seine Teilnahme an den Militärprogrammen der westlichen Koalition von USA und Saudi-Arabien einstellen und die Bundeswehr nach Hause holen.

Damit diese Männer und Frauen wieder bei ihren Familien sein dürfen, anstatt in einem fremden Land für einen sinnlosen Rohstoffkrieg im schlimmsten Fall sterben zu müssen.

Was denkst du zu den Ereignissen in Berlin? Anschlag oder Unfall? Was war das Motiv des Täters? Und wie soll Deutschland und Europa deiner Meinung nach darauf reagieren? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

 

Quellenangaben:
Beitragsbild: Michael Kappeler/Epa ; übernommen von NZZ.ch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.